Johannes Hepp

* 1986 in Werneck

Lebt und Arbeitet in Freiburg

 

Studium | An der Edith Maryon Kunstschule Freiburg

 

CV & Verfügbare Arbeiten auf Anfrage

 

Johannes Hepp ist 33 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Freiburg, wo er auch Bildhauerei studiert hat. Der Künstler beschäftigt sich seit dem Studium mit dem Thema Holzskulptur in Bewegung. Bereits bei einer der ersten Wettbewerbs-Ausstellungen, an der Johannes Hepp teilgenommen hat, erreichte er prompt den ersten Platz. Dem Thema „Leben und Sterben“ näherte sich der Künstler mit dem Werk „Kiste 27“. Der Betrachter sieht durch eine kleine Öffnung, einem Türspion gleich, einen Mann auf einem Bett liegend. Er macht zunächst einen schlafenden Eindruck, tatsächlich stellt der Künstler seinen verstorbenen Vater dar. Von oben ist der Deckel etwa 90 Grad zu öffnen und der Blick fällt nun offen auf das Bett mit dem Vater – wie eine symbolhafte Auferstehung. 

 

Zwei andere „Kisten“-Werke, die der Künstler geschaffen hat: Eine Kuh blickt hemmungslos umher, darunter das Euter, das sich manuell nach oben und unten verschieben lässt. Die Parallel-Skulptur „Kiste Nummer 13“ zeigt einen Stier, dessen Hoden sich genauso bewegen lassen. So stellt Hepp die Gleichheit der Geschlechter in einer spielerischen Art und Weise dar. 

 

Im Rahmen des Projekts „Kunst am Bau“ hat Hepp im Jahr 2015 im Neubau der Uniklinik Würzburg seine Arbeit „Menschensbilder“ realisiert. Eine dauerhafte Installation von Büsten unterschiedlichen Geschlechts und verschiedener Herkunft, jede mit weißem Kittel als Symbol der Gleichheit. Alle Büsten sind mit einem Kabelstrang verbunden, um diese Aussage weiter zu verstärken. 

 

Im Mai 2016 hat Hepp eine neue Station im fest installierten Stuttgarter Erfahrungsfeld „Eins+Alles“ kreiert. In der interaktiven Skulpturengruppe hängen verschiedene Tiermasken aus Holz von den Bäumen. Die Masken laden den Besucher ein, sie zu berühren oder sie sogar aufzusetzen, um so die Umgebung quasi aus dem Blickwinkel des dargestellten Tieres zu betrachten. 

 

Ob es die Frau im grünen Mantel ist, die durch den Bewegungsmechanismus plötzlich stolz nackt vor einem steht, oder der Mann, der seinen Bauch öffnet und eine Eule zum Vorschein kommt – eines haben alle Skulpturen gemeinsam: Auf den ersten Blick wirken sie robust und teilweise grob, beim näheren Hinsehen entdeckt man jedoch immer feine Gesichter, jedes mit seinem ganz eigenen Charakter. Die teilweise farbige Bemalung betont diesen Effekt zusätzlich. 

 

Die mit viel Liebe und Humor gestalteten Holzfiguren lassen sich anfassen, mit jeder Fingerkuppe kann man die Bewegung und den Charakter der Wesen erspüren. Versuchen Sie es, Sie werden Spaß haben! Und wenn der Künstler mit Ihnen spricht, beobachtet er jede einzelne Bewegung - ganz so, als ob er diese konserviert, um sie dann später in seinen Skulpturen wiederzugeben. Merken Sie es? Die Nächste Figur ist schon in Planung... 

 

https://www.johanneshepp.com

 

 

 

 


Künstlerportrait von Thomas Berberich